Acht Jahrhunderte Geschichte. Fünf Länder. Eine Familie.
Ihr Familienname war nicht nur ein Name. Krafft & Drotleff war das bedeutendste Verlagshaus ganz Siebenbürgens. Die Familie lebte seit dem Mittelalter in einem der ältesten deutschen Dörfer Transylvaniens. Und 75.000 ihrer ethnischen Landsleute wurden nach dem Krieg in sowjetische Lager deportiert.
Täglich in der Früh mit dem Pferd Puika nach Hermannstadt gefahren und den Herrschaften die frische Milch geliefert. Bei der Heimfahrt am Markt — Obst, Säfte, Honig, Wurst. Sie kaufte nichts. Allein vom Probieren zahlloser Köstlichkeiten wurden wir langsam satt.
Maria Guist, "Milchfrau" — Großscheuern, ca. 1900–1920
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Ihr Stammbaum vereint zwei verschiedene Welten: die siebenbürgisch-sächsische Tradition (Guist, Drothler, Kautz, Depner, Zackel) und die bayerische (Feichtmair aus Ebertshausen, Feger aus Deisenhofen).
Der Name Guist ist einer der seltensten der Erde: 1 von 5,9 Millionen Menschen trägt ihn. 69% aller Guists weltweit leben in Deutschland — vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Genau dort, wo die siebenbürgische Diaspora sich niederließ.
Zackel kommt vom Zackelschaf — einer alten Schafsrasse, typisch für Siebenbürgen. Buchholzer heißt "Holzfäller am Buchenwald". Kautz bedeutet Kauz (Eule) auf Mittelhochdeutsch. Jeder Name trägt Jahrhunderte Geschichte in sich.
Das Druckhaus Krafft & Drotleff in Hermannstadt publizierte bis 1947 Bücher und Zeitungen. Josef Drotleff Junior war gleichzeitig Bürgermeister von Hermannstadt 1894–1906. Noch heute sind Stadtpläne und Rechtsbücher mit dem Impressum "Drotleff, Hermannstadt" in deutschen Antiquariaten zu finden.
Eine mögliche lebende Verwandte: Brigitte Drodtloff, Filmregisseurin, München und Hermannstadt, gründete 2021 eine Filmfirma in Hermannstadt. Wahrscheinlich entfernte Cousine aus der Hermannstädter Drodtloff-Linie.
Die HOG Großscheuern Ingolstadt ist der lebende Verein aller Großscheuerner Nachfahren. Im Vorstand: Anna-Rita Guist, Reinhard Guist, Annemarie Guist, Michael Guist — eure direkten Cousins.
Fünfzehn Jahre Krieg, Deportation und Vertreibung. Einige kehrten nicht zurück.
„75.000 Siebenbürger Sachsen wurden 1945 in sowjetische Zwangsarbeitslager deportiert. Allein aus Großscheuern wurden am 13./14. Januar 1945 223 Personen verschleppt — 22 von ihnen kehrten nie zurück."
Dein Vater hat seine Kindheit und Jugend in Großscheuern aufgeschrieben. 18 Seiten handgeschriebener Erinnerungen — voller Geschichten, die noch in keinem Stammbaum stehen. Hier sind sie, für alle Zeit festgehalten.
Einer in Amerika. Zwei in Bayern. Drei Kinder, ein Name, zwei Mütter — und ein Vater, der diese gesamte Familiengeschichte aufgeschrieben hat.
Barbara und Rosi's Forschungsmaterial — von der Ortschronik bis zum handgeschriebenen Stammbaum.
Enkelin des Bürgermeisters. Tochter der Barbara Gröbmair — die auf dem Familienfoto von 1955 steht. Bringt 430 Jahre bayerische Geschichte in die Familie Drothler.
Ein bayerisch-salzburgisches Geschlecht — 238 Jahre auf demselben Hof.
Der Name Drothler — auch Drotleff, Drodtloff — ist mehr als ein Name. Er ist ein Fenster in achthundert Jahre Geschichte, in eine Welt aus deutschen Dörfern mitten in Rumänien, aus Kirchenglocken und Pferderennen, aus Kriegsleid und Aufbruch, aus Milch und Wein und Musik.
Was kaum jemand in der Familie weiß: Der Name Drotleff war einmal einer der bekanntesten in ganz Siebenbürgen — aus zwei Gründen zugleich.
Josef Drotleff Junior (1839–1929) war nicht nur der größte Verleger Transylvaniens, sondern auch Bürgermeister von Hermannstadt von 1894 bis 1906. Bei der feierlichen Einweihung der Hermannstädter Synagoge am 3. September 1899 war er als Stadtoberhaupt persönlich anwesend. Er kaufte 1877 das Anwesen am heutigen N.-Bălcescu-Weg 17, erweiterte es 1900 zur größten Druckerei ganz Transylvaniens, und 1922 fusionierte es mit dem Krafft-Verlag zu Krafft & Drotleff A.G. — dem größten deutschen Verlagshaus Südosteuropas. Es erschienen Emil Sigerus' dreibändiges Vom alten Hermannstadt (1928), das Jahrbuch der Deutschen in Rumänien, Werke von Nicolae Iorga und der berühmte Stadtplan von 1934. 1947 verstaatlicht. Das Gebäude steht noch heute: N.-Bălcescu-Straße 17, Sibiu.
Dazu eine wichtige Entdeckung: Drothler, Drotleff und Drodtloff sind keine drei verschiedenen Familien — das siebenbürgisch-sächsische Namenswörterbuch bestätigt, dass alle drei Formen dialektale Varianten des germanischen Vornamens Detlef sind. Eine Familie. Ein Name. Drei Schreibweisen.
Im Stammbaum: Der Urgroßvater Viktor Drodtloff (1876–1927) war Kunst- und Bauschlosser in Hermannstadt, Werkstatt Bachgasse 11. Sein Sohn Fritz notierte, er habe die ersten Kanaldeckel und Straßenentwässerungen der Stadt gebaut — und das Friedhofstor fotografiert, das Viktor mit eigenen Händen schmiedete.
Großscheuern — auf Rumänisch Șura Mare, auf Ungarisch Nagycsűr — ist ein kleines Dorf, zehn Kilometer nordöstlich von Hermannstadt. Aber für die Familie Drothler ist es der Mittelpunkt der Welt: der Ort, wo ihre Vorfahren seit 800 Jahren lebten, liebten, starben.
Gegründet: Zwischen 1142 und 1162 n. Chr. — eines der 13 ersten Siedlungsdörfer der Siebenbürger Sachsen
Lage: 10 km nordöstlich von Hermannstadt (Sibiu), Siebenbürgen, Rumänien
Kirche: Lutherische Wehrkirche, dreischiffige Basilika aus dem 13. Jahrhundert, Turm um 1300. Noch heute in Betrieb.
Im Stammbaum: Über 93 Personen wurden dort geboren. Bis 1989 war es die Heimat der Familie.
Die Glocke: Wurde von Urgroßvater Johann Guist mit seinen Pferden von Hermannstadt ins Dorf gebracht. Hängt noch heute im Kirchturm und wird geläutet.
Deportation 1945: Am 13./14. Januar 1945 wurden 223 Männer und Frauen aus Großscheuern allein in sowjetische Zwangsarbeitslager deportiert. 21 Männer und ein Mädchen starben in der Gefangenschaft.
Bevölkerung: 1.200 Deutsche im Jahr 1945 → 1.537 im Jahr 1964 → 700 im Jahr 1989 → nur noch 180 im Jahr 1990. Die Aussiedlung nach Bayern war nahezu vollständig.
Berühmte Söhne: Goblinus (Bischof von Karlsburg 1376–1386) und Hieronymus Ostermayer (Organist und Chronist, ab 1530 in Kronstadt).
Wer Großscheuern versteht, versteht die Familie Drothler. Das Dorf war ihre Welt: die Bachgasse und die Entengasse, der Krumbach und der Weinberg, die Ziegelfabrik am anderen Ende und die Mühle an der Kurve, das Wirtshaus vom Adem und das vom Nedelcu. Christian Felix Drothler kennt jeden Winkel, jeden Spitznamen, jeden Geruch.
Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich alles. Die Enteignung traf die Familie hart: Kühe, Schweine, Hühner, das Korn aus den Truhen, der Mais — alles wurde weggenommen. Sogar aus dem eigenen Haus, der Hausnummer 9, mussten sie zu Weihnachten ausziehen. Neun Mal zogen sie innerhalb von Großscheuern um.
Doch das Dorf blieb ihre Heimat. Die Drothlers waren Teil des Gewebes: Die Oma Milchfrau beim Girlich-Haus, der Opa beim Weinkeller, die Kinder in der Schule und auf dem Krumbach. Bis 1979 emigrierte Christian Felix nach Deutschland. Bis 1989 kamen die letzten.
Im Hof, in der Scheune, auf dem Berg — in Großscheuern war jede Ecke ein Abenteuer. Man kannte jeden, und jeder kannte einen. Das ist eine Welt, die es so nicht mehr gibt.
Großscheuern war ein kleines, enges Netz von Familien. Die Drothlers am Haus Nr. 9. Die Girlichs (genannt Zachler oder Ziegler, weil sie die Ziegelei besaßen) vis-à-vis von der Schule. Die Guists mit ihren Pferden. Die Kautz, die Depner, die Zackel, die Grau.
Jede Familie hatte einen Spitznamen: Der Arzen Juan, immer betrunken, dessen Pferde ihn nachhause brachten wenn er nicht mehr konnte. Der Grunnen Moister mit dem größten Schnurrbart im Dorf. Der Nekscha, der einzige Frisör, der aus Hermannstadt ins Dorf kam. Der Kraschenkini (Froschkönig) an der Bachgasse. Der Papagei, Schulfreund von Christian Felix.
Aus dem kleinen Dorf kamen zwei Männer, die Geschichte schrieben.
Goblinus — geboren in Großscheuern, Bischof von Karlsburg (Alba Iulia) von 1376 bis 1386. Einer der wenigen Siebenbürger Sachsen, der je einen Bischofsstuhl besetzte.
Hieronymus Ostermayer — aus Großscheuern, wurde am ersten Adventsonntag 1530 als Organist in Kronstadt (Brașov) angestellt als ein „in der Tonkunst überaus gebildeten und in musikalischen Weisen hocherfahrenen" Meister mit einem Jahresgehalt von 40 Gulden. Er starb 1561 in Kronstadt und hinterließ eine bedeutende Chronik der Siebenbürger Sachsen.
Und es gab Friedrich Teutsch — er war nicht aus Großscheuern, aber von 1896 bis 1903 Pfarrer dort, genau in den Jahren, als die Guists und Drothlers das Dorf prägten. 1906 wurde er Bischof der Evangelischen Landeskirche Rumäniens. Ihre Vorfahren kannten ihn persönlich.
Und schließlich die HOG Großscheuern — die Heimatortsgemeinschaft in Ingolstadt, seit 1985 als loser Verein, seit 1992 als eingetragener Verein. Im aktuellen Vorstand sitzen mehrere Guist-Familienmitglieder: Anna-Rita Guist als Schatzmeisterin, Reinhard Guist als Kassier, Annemarie Guist und Michael Guist als Gebietsvertreter. Die HOG ist die lebende Verbindung zwischen Großscheuern und Bayern — und sie ist für eure Familie.
Goblinus — geboren in Großscheuern, war Bischof von Karlsburg (Alba Iulia) von 1376 bis 1386. Einer der wenigen Siebenbürger Sachsen je auf einem Bischofsstuhl.
Hieronymus Ostermayer — aus Großscheuern, wurde am ersten Adventsonntag des Jahres 1530 als Organist in Kronstadt (Brașov) angestellt als ein „in der Tonkunst überaus gebildeten und in musikalischen Weisen hocherfahrenen Meister" mit einem Jahresgehalt von 40 Gulden. Er starb 1561 in Kronstadt und hinterließ eine bedeutende Chronik der Siebenbürger Sachsen. Rund vierhundert Jahre vor Christian Felix Drothler saß ein anderer Musiker aus Großscheuern auf einer Kirchenbank und spielte.
Die HOG Großscheuern (Heimatortsgemeinschaft) in Ingolstadt verbindet heute alle Nachfahren. Im aktuellen Vorstand sitzen mehrere Guist-Familienmitglieder — Anna-Rita Guist als Schatzmeisterin, Reinhard Guist als Kassier, Annemarie Guist und Michael Guist als Gebietsvertreter — sowie Grau-Mitglieder als Vorsitzende. Das sind eure lebenden Cousins.
Was folgt, sind die Worte von Christian Felix Drothler — ungekürzt, ungeschönt, lebendig. Er schrieb auf Fragen seiner Kinder hin auf, was er erlebt hatte. Das Ergebnis ist ein außergewöhnliches Zeugnis einer versunkenen Welt.
Wir mussten Weihnachten das Haus verlassen — ich war noch nicht auf dieser Welt und weiß nur, dass wir neun Mal in Großscheuern umgezogen sind. Nach der Enteignung — nach dem Krieg wurden uns die Grundstücke, die Kühe, Schweine, Hühner, das Korn aus den Truhen oder Säcken, Mais usw. entnommen — wurden wir aus dem eigenen Haus, damals die Hausnummer 9, vertrieben. Die Hausnummern begannen am Pfarrhof, Kirche, Schule, Fussen Hans usw.
Ich kann mich nur an die Zeit von etwa 1955 bis 1957 erinnern, wo wir in der Schule und im Pfarrhaus gewohnt haben. Die Drothler Oma und Opa wohnten vis-à-vis von der Schule beim Girlich Georg, genannt Zachler — weil sie Besitzer der Ziegelei in Großscheuern waren, die ja auch bei der Enteignung beschlagnahmt wurde.
Die Zägler Oma hatte immer ihre Zöpfe geflochten und unter dem Kopftuch zusammengewirkt als Kranz — dort hatte sie immer Stecknadeln und Nadeln hineingesteckt. Ich hatte anfangs Angst, dass es ihr wehtut. Sie war eine leidenschaftliche Näherin, und die Nähmaschine stand vorne auf der Straßenseite am Fenster. Wenn sie nicht damit nähte, war ich eben unter der Nähmaschine und spielte auf dem Trittbrett — da war ein Ölkännchen und ein Petroleumkännchen auf dem Seitenteil. Da konnte ich mich ewig beschäftigen. An der Antriebstechnik war ich begeistert.
Seit meiner Geburt 1954 war ich sehr viel im Girlich-Haus (Zachler). Da waren auch unsere Kühe, die wir dann wieder haben durften, und die Puika, Hühner und Schweine. Von hier aus haben wir die Milch nach Hermannstadt geliefert — jeden zweiten Tag fuhren wir mit der Puika mit der Milch nach Hermannstadt.
Einer der Belieferten war der Maler Untch — und das war ein Tauschgeschäft: Er bekam die Milch geliefert, dafür malte er unser Haus aus, gemeinsam mit seinem Lehrbuben, der den ganzen Tag meistens gepfiffen hat und mit der Stehleiter im Zimmer beim Striche ziehen. Das waren meistens sieben Striche, die unterhalb dem Plafond gezogen wurden. Für jede Farbe hatte er eine Blechdose, die er sich über den Bauch schnallte — und schon ging es los: sieben Striche mit freier Hand, in verschiedenen Stärken und Farben.
Meine schlechte Erinnerung war, als die jungen Kälber und junge Ochsen an die Viehhändler verkauft wurden. Das waren alles Freunde von mir, mit denen ich mich täglich freuen konnte. Und meine Puika war eines Tages weg — das war wirklich sehr schlimm für mich. Heute verstehe ich es.
Eines Tages ist diesen beiden alten Jungfrauen eingefallen, dass sie wahrscheinlich nicht mehr lange leben werden, und keiner weiß, wer zuerst stirbt, und wie sie dann wirklich mal im Sarg aussehen werden. Beschlossen sie, sich einen Sarg zu kaufen.
Den gab es am Zibin — ein Tischler, der auch Särge machte, hatte meist drei Exemplare an der Hauswand stehen. Gesagt, getan. Der Tischler brachte den Sarg ins Haus, und eine von den zwei zog ihr schönstes Gewand an und legte sich in den Sarg, um ein Foto zu machen — damit sie selbst sehen konnte, wie es dann wirklich beim echten Tod aussieht.
Alles sah perfekt aus — jetzt brauchten sie nur noch den Fotografen. Die andere Schwester holte ihn schnell. Nur hatte sie vor lauter Aufregung vergessen, ihm zu sagen, dass die andere Schwester, die im Sarg liegt, ja noch lebt. Der Fotograf kam mit seiner Kamera, schaute durch den Sucher — die Scheinleiche lag da wie tot. Anscheinend hatte sie doch geblinzelt und wollte ihm winken, damit er näher käme für ein besseres Foto. Der Fotograf wurde kreidebleich — und sprang fluchtartig aus dem Fenster vom ersten Stock. Einige Knochenbrüche.
Als ich dann hinkam, war alles schon vorbei — natürlich Polizei und Notarzt. Den ganzen Vorgang erzählten die beiden Schwestern bei der nächsten Milchlieferung. Ich wusste nicht: sollte ich lachen oder weinen? Eines weiß ich sicher: Als ich das Haus verlassen hatte, habe ich mich gekugelt vor Lachen — und lache heute noch.
Beim schönen Wetter spielten wir auf der Straße — links und rechts waren Wassergräben, damit das Regenwasser ablaufen konnte. Das Badeweier-Projekt: Wir bauten einen Stau-Weiher am Krumbach, damit wir darin schwimmen konnten. Der Initiator war der Kraschenkini (Froschkönig) von der Bachgasse, und mein Schulfreund der Mai Fuß, Spitzname Papagei. Wir waren voller Elan. Das ging alles wunderbar — bis einige Keller unterwasser gesetzt wurden.
Im Winter: Schlitten und Ski auf der Schweinsweide. Da ich ein schlechter Skifahrer war und keine Kurven fahren konnte, ging es nur geradeaus — und alles was im Weg war, wurde zusammengerammt. Meistens war es ein Bretterverschlag. Dann nahm ich die Skier auf die Schulter und ging nachhause, um sie zu reparieren: Knochenleim, Blech aus einer Dose, Nägel. Wenn der Ski nass gemacht und unter die Kredenz gesteckt wurde, bog sich eine neue Spitze. Dann begann alles von vorne.
Der beste Abenteuer-Schlitten: Ein ausgedientes Fahrrad. Räder abmontiert, vorne in die Gabel einen Ski, hinten zwei Skier quer. Jeder auf der Piste wollte damit fahren.
An den Sonntagen machten wir unsere Schlittenfahrt auf der Straße, mit mehreren Schlitten aneinandergebunden — aber dafür brauchten wir ein Pferd. Also gingen wir in den Stall der Kollektivwirtschaft, suchten eines aus, nahmen das Geschirr aus der Kammer — und machten los. Das war eben so üblich.
Eines Sonntags wollte das Pferd nicht. Also half nur noch die Peitsche. Mit einem Ruck ging es dann endlich los — so dass es uns alle nach hinten schleuderte. Und dann rannten wir, vom Pferd gezogen, vom Stall aus in Richtung Hauptstraße, über die Betonbrücke nach Hahnbach, brauchten die ganze Straßenbreite, schleuderten hin und her — bis zum Transformator, wo uns schließlich der Tonch zum Stehen brachte. Wir wurden für diese Aktion nicht gerade gelobt. Wir haben es aber überlebt.
Mein Vater beauftragte uns — den Roth Michael und mich — die Wiese auf dem Killogeurten mit Jauche zu düngen. Wir bekamen das Fuhrwerk vom Grunnen Moister und luden ein Eisenfass mit 1000 Liter Fassungsvermögen. Es dämmerte schon. Wir fuhren fast im Dunkeln Richtung Killogeurten.
Endlich angekommen, machten wir den Auslaufhahn auf — und dann passierte es. Das Vorderrad fuhr in ein tiefes Loch. Das volle Fass rollte vom Wagen herunter — in Richtung Dorf, in Richtung Wirtshaus des Nedelcu, das ungefähr 50 Meter tiefer lag.
Das Geräusch scheuchte die Pferde auf. Sie rannten mit voller Kraft mit dem kaputten Wagengestell — durch den engen Weg, an der Milchannahmestelle vorbei, rissen ein Loch in die Holzwand, dann 90 Grad nach rechts Richtung Hermannstadt, am Wirtshaus vorbei. Mein Onkel Drothler Simon versuchte sie aufzuhalten — und sprang im letzten Moment zur Seite.
Das Pferderennen, bei dem die Funken spritzten, ging weiter: über den Bachel herunter, eine Linkskurve, gradeaus, wieder eine Linkskurve — bis wir alle auf das Pferd warteten und es gemeinsam zum Stehen brachten. Die Pferde zitterten am ganzen Körper, voll Schaum.
Das Fass hatten wir Gott sei dank: Das Türl war aufgegangen, die Jauche lief bei der Rotation aus — und das Fass verlor an Gewicht, bis es in der Hecke beim Scheißhaus des Wirtshauses zum Stillstand kam. Sonst wäre auch noch der Abort zu Brüche gegangen.
Wir haben zwei Wochen lang gebaut, bis wieder alles in Ordnung war. Und der Gesprächsstoff im ganzen Dorf. Und als wir einen Monat später die Wiese mähten, sah man genau, wo das Fass die Jauche entleert hatte: Das Gras war um 20 cm höher.
In dem kleinen Haus wohnten viele Personen — Oma, Opa, Maria, der Zägler und seine drei Kinder Anni, Susi und Giez. Ein Küchenherd und ein großer Backofen — in dem wurde alle 14 Tage Brot gebacken. Der Teig wurde einen Tag vorher geknetet: Mehl, Wasser, etwas Milch, gekochte Kartoffeln, Salz und Sauerteig, den man vom letzten Brotteig zurückgehalten hatte. Die Oma machte wie immer ein Kreuz auf jedes Brot.
Und dann passierte das Malheur: Die Brote im Ofen wurden immer breiter und breiter. Um Gottes willen — was ist da los? Die Brotleibe waren so breit, dass sie bei der Ofentür nicht mehr durchkonnten. Was machen wir da, Mai? „Na ja, ich weiß auch nicht mehr weiter." Also blieb nichts anderes übrig, als die Brote verbrennen zu lassen. Das war natürlich katastrophal, weil der Vorrat vom alten Brot erschöpft war.
Nach ein paar Tagen stiegen wir — mit dem Girlich Georg junior, der auch in Ingolstadt wohnt — in den Backofen, schlugen die verbrannten Brote auseinander (schneiden war nicht mehr möglich) — und so war die Tragödie zu Ende.
Ich musste wieder einmal zum Nekscha, dem einzigen Frisör, der aus Hermannstadt ins Dorf kam. Das war jedesmal eine Tragödie — ich wollte ja lange Haare haben wie die Beatles und die Jungs aus Hermannstadt. Das war in unserer Familie nicht üblich.
Also musste ich mit meiner Mama hin. Nach langem Hin und Her stieg ich mit lauter Tränen auf den Frisörstuhl. Der Nekscha nahm seine Haarschneider-Rupfmaschine — und ich wartete auf den richtigen Moment: Als er sich zur Mama umdrehte, sprang ich vom Stuhl, ließ das weiße Laken fallen, rannte raus — nach rechts, Richtung Friedhof. Dort konnte ich mich gut hinter den Grabsteinen verstecken, bis es dunkel war.
Das war mir natürlich ein bisschen ungeheuer. Und so kam ich wieder nachhause — wo ich wie erwartet eine Lektion erhielt. Am nächsten Tag ging ich alleine wieder zum Nekscha, der mir nach dem Restschnitt die Ohren langgezogen hat — wegen seinem weißen Laken, das im Straßengraben dreckig geworden war.
Ich machte mir ein Katapult aus einem Astzweig, altem Gummischlauch und einem Stück Leder von einem alten Schuh — mit Draht fixiert. Es wurde auf alles gezielt, was zu erreichen war.
Eines Tages fand ich heraus, dass die Fensterscheiben der Sakristei — aus verschiedenen Farben mit Bleiverglasung — genau die ideale Zielscheibe für mich waren. Ich suchte Steine — die waren ziemlich rar in unserer Gegend — fand aber genug für alle Butzenscheiben. Meine zwei Hosentaschen waren voll. Ich legte los und traf eine Scheibe nach der anderen.
Der Klang der getroffenen Scheiben ertönte über den ganzen Schul- und Kirchhof, sodass der Pfarrer aus seinem Mittagsschlaf gerissen wurde — ausgerechnet bei der letzten Scheibe spürte ich seinen Griff an meinem Ohr.
Was dann die Belehrung war, kann sich jeder, der dieses Buch liest, denken.
Als ich zu Weihnachten eine Blockflöte bekam und fleißig damit schon einige Musikstücke spielte, brachte mir mein Vater eine Es-Klarinette aus der Independenza (der früheren Rieger-Fabrik), wo er in der Werkskapelle spielte. Die Es-Klarinette hatte kein Mundstück — ich freute mich trotzdem. Ich nahm das Mundstück vom Euphonium meines Vaters und spielte so damit, legte einen Finger nach dem anderen auf die Klarinette.
Irgendwann nahm mich mein Vater zum Grau Michel (Honi genannt), der auch in der Werkskapelle spielte. Von dem bekam ich endlich das wohlerwünschte Mundstück — mit einem Klarinettenblatt, aber ohne Blattschraube. Das Blatt befestigten wir mit einer Manila-Schnur. Ich war glücklich und zufrieden. Dieses Instrument war mein täglicher bester Freund.
Der Honi wunderte sich über meine Spieltechnik — wie fortschrittlich ich schon von alleine war. Er zeigte mir noch ein paar Griffe — das war meine gesamte Ausbildung für mein Leben. Alles andere verdanke ich mir selbst.
Beim Fuss Simon in den Gärten fand ich in der Truhe auf der Veranda eine alte B-Klarinette, die er von seinem Schwiegervater aus Urwegen hatte. Meine Augen strahlten als ich den Koffer öffnete — ich baute sie zusammen und spielte sofort.
Ich fragte die Frau vom Simon — die Rosie — ob sie die Klarinette verkaufen würde. Wir verblieben, nochmals darüber zu reden. Am nächsten Tag war ich wieder dort. Und am übernächsten. Und jeden Tag danach. Zwei Monate lang spielte ich täglich diese Klarinette — bis das Herz der Rosie brach. 100 Lei. Der Monatsverdienst eines Arbeiters war 800 Lei.
Meine Eltern waren nicht bereit, das Geld auszugeben. Also wagte ich es, meine Drothler Oma zu fragen, ob sie mir das Geld vorschießen würde, bis ich meines verdiene. Sie tat es. Endlich — nach ein paar Tagen — gingen wir beide zum Fuss Simon in die Gärten und kauften die Klarinette. Das war einer meiner schönsten Tage.
Ich weiß nicht, wie die Oma sich gerechtfertigt hat. Aber ihr war es wert.
Aus der Flötengruppe — wir waren an die dreißig Schüler, in allen Ecken und Enden des Dorfes hörte man Flötentöne — wurde die Schülerband. An der Trompete Fuß Hans Paul und Girlich Georg vom Eisernen Tor; Baltes Hans und Grau Georg am Bassflügelhorn; Fuß Christian am B-Bass; Adem Hans Akkordeon; Helmut Gabel Schlagwerk; Werner Gabel; Drotleff Hans; Simon Guist — und ich mit der Klarinette.
Unser erster offizieller Auftritt: die Taufe vom Sohn des Fröhlich Michel. Wir spielten drei Stücke im Hof. Die Leute von den Bänken vor jedem Haus erhoben sich und öffneten ihre Straßentore. Wir bekamen Applaus. Und tanzten bis nach Mitternacht — so dass die Fenster aufgemacht werden mussten wegen dem Schwitzen der Tänzer. Wenn ich mich nicht irre, haben wir doch 100 Lei erhalten — obwohl wir das gar nicht wollten.
In den Proben mit den Philharmonikern spielte ich zwischen dem Kowalsky und dem Zappel — beiden hervorragende Klarinettisten. Denen schaute ich auf die Finger und ihre Spieltechnik. So lernte ich das, was ich heute noch kann: musizieren. Das Spielerische.
Ich wurde erst mit einem Jahr getauft, weil mein Vater beim Militär am Donaukanal über drei Jahre bleiben musste. Mein Cousin, der Zägler Giez, war schon zehn Jahre alt — ich hatte noch ein Suppenfläschchen mit einem Titzel-Säuger.
Mein Cousin hatte von dem Schnaps etwas in meine Saugflasche hineingefüllt — er hatte auch einiges von diesem Feuerwasser erwischt, sonst hätte er es ja nicht getraut. Und somit lagen wir beide unter dem Tisch — oder in dem Fall: unter der Tafel für alle Gäste, die zu meiner Taufe eingeladen waren. Alle wunderten sich, dass wir so fest eingeschlafen waren, die sonst immer Radau gemacht hatten — bis sie feststellten, dass wir besoffen waren.
Das Rätsel löste sich beim Richten an meiner Saugflasche.
Mein Vater, Christian Drothler, wurde 1929 in Großscheuern als Bauernsohn geboren. Nach dem Militärdienst, der drei Jahre dauerte, arbeitete er beim Rieger in Hermannstadt als Kranführer in der Kesselschmiede — bis zur Auswanderung 1979. Er spielte Horn bei der Philharmonie und war Mitglied der Werkskapelle.
Meine Mama, Fischer Edith, wurde 1928 in Hermannstadt als Oberst-Tochter geboren. Nach ihrer Ausbildung als Lehrerin beim Brukenthal-Gymnasium unterrichtete sie in Mühlbach und Leschkirch — und kam dann nach Großscheuern, wo sie meinen Vater kennenlernte. Sie war Lehrerin in der Deutschen Schule in Großscheuern.
Ich und meine Schwester Edith Susanne und unser verstorbener Bruder Heinz Erich sind in Hermannstadt geboren.
Barbara Feichtmair, die Mutter von Stephan und Franziska, bringt eine ebenso reiche Geschichte mit. Während die Drothlers aus Siebenbürgen kamen, sind Barbaras Wurzeln tief in Bayern — im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, im kleinen Weiler Geilertshausen. Eine Linie, die bis ins Jahr 1591 zurückverfolgt werden kann.
Barbara und ihre Schwester Rosi fanden in einer veröffentlichten Ortschronik von Endlhausen ein echtes Familienfoto: Valentin Gröbmair, Bürgermeister von Endlhausen 1929–1974, mit seiner Frau Crescenz und allen fünf Kindern — darunter Barbara Gröbmair (geb. 1936), Barbaras Mutter. Aufnahme 1955. Sie war 19 Jahre alt. Dieses Foto ist das älteste bekannte Bild der Gröbmair-Familie.
Die Feuerwehrchronik von Endlhausen vermerkt: „Valentin Gröbmair aus Geilertshausen (1913–1916)" als Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr — noch vor seiner Zeit als Bürgermeister. Und nach ihm: Kaspar Gröbmair als Kommandant (1927–1962). Die Gröbmairs waren die Familie des Dorfes.
Noch heute ist in der Ortsdatenbank ein Gröbmair Valentin in Geilertshausen, Nr. 1 verzeichnet — wahrscheinlich ein Nachkomme, der den Hof noch immer bewohnt. Der Melcherbauernhof, erbaut um 1600, steht noch.
Drei Kinder von Christian Felix Drothler. Zwei Mütter. Zwei Kontinente. Ein Name — und eine Geschichte, die achthundert Jahre zurückreicht. Hier sind wir.
In einer Familie voller bemerkenswerter Menschen ist Christian Drothler der erste, der die Grenzen Europas hinter sich ließ und in der Neuen Welt eine Heimat und einen Erfolg aufbaute, den seine Vorfahren sich nicht hätten vorstellen können.
Er wurde in Altötting, Bayern geboren — in der Stadt, aus der auch seine Großmutter Julie Friederike stammte. Das Blut der Siebenbürger Sachsen, der Pferdeflüsterer und der Kunstschlosser von Hermannstadt floss in ihm. Und er trug es über den Atlantik.
In den Vereinigten Staaten von Amerika — in Greenville, South Carolina — baute er sich ein erfolgreiches Leben auf. Als Business Unit Leader bei First Quality Tissue in Anderson, South Carolina, trägt er die volle operative Verantwortung für einen Produktionsbereich eines der größten Haushaltsprodukteunternehmen der USA — mit über 5.000 Mitarbeitern und acht Standorten in Nordamerika. Er führt mehrere Teams, verantwortet Sicherheit, Qualität, Produktion und Personalentwicklung, koordiniert abteilungsübergreifend und treibt eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und Exzellenz voran.
Christian ist außerdem ein Early Adopter der Kryptowährung — er erkannte das Potenzial digitaler Assets früh, bevor sie Mainstream wurden. Ein Weitblick, der durch seine Familiengeschichte geprägt ist: Großscheuerner Sachsen pflegten stets zu wissen, was kommt, bevor es alle wussten. Parallel gründete er eine eigene Real Estate Photography-Firma und vermietet über Airbnb.
Er bereiste die Welt — Costa Rica, Kroatien, Bayern, die Philippinen — stets mit der Kamera, immer auf der Suche nach Schönheit und Tiefe. Sein Glaube trägt ihn. Sein Urgroßvater pflügte Felder in Großscheuern. Sein Großvater bediente einen Kran in Hermannstadt. Sein Vater emigrierte mit 25 Jahren nach Bayern. Und er — Christian Drothler — wurde ein erfolgreiche Führungspersönlichkeit in Amerika.
Von Großscheuern nach Greenville. Acht Jahrhunderte, ein Name, eine Reise ohne Ende.
Verheiratet mit Rebecca Dodson (geb. 3. Oktober 1968, Bellefontaine, Ohio, USA — die einzige Amerikanerin in 519 Familienmitgliedern), die am 12. Februar 2020 verstarb. In liebevoller Erinnerung.
Was Christian Felix Drothler für seine Kinder und Kindeskinder zusammengestellt hat, ist einzigartig: ein vollständiger Stammbaum von 519 Personen aus sechs Generationen, verteilt über Rumänien, Deutschland, die Tschechische Republik, Australien und Amerika.
519 dokumentierte Personen · 183 Familieneinheiten · 6+ Generationen
Zeitspanne: 1737 (ältester Nachweis) bis 2023 (jüngste Geburt im Baum: Bastian Gierlich, 2. Februar 2012 in Ingolstadt)
Häufigste Nachnamen: Guist (52), Feichtmair (27), Drothler/Drotleff (20), Fuss (20), Kautz (14), Depner (13), Grau (13)
Länder: Deutschland, Rumänien, Tschechische Republik, USA, Australien
Der Name Guist: Einer der seltensten Namen der Welt — 1 von 5,9 Millionen Menschen trägt ihn. Der Stammbaum mit 52 Guists ist vermutlich die vollständigste Dokumentation dieser Familie weltweit.
Der Stammbaum zeigt ein faszinierendes Muster: Die Drothlers, Guists, Kautz, Depner und Zackel sind ursprünglich siebenbürgisch-sächsisch. Die Feichtmairs aus Ebertshausen und die Fegers aus Deisenhofen sind aus Bayern selbst. Wenn Christian Felix Drothler heiratet, verbinden sich zwei völlig verschiedene Migrationslinien — die Deutschen, die im 12. Jahrhundert nach Siebenbürgen zogen, und die Deutschen, die immer in Bayern geblieben waren.
Und mit der Geburt von Christian Drothler (1983, Altötting) beginnt eine dritte Linie: Amerika. Der erste Drothler, der in die Neue Welt aufbrach — und dort erfolgreich wurde. Sein Urgroßvater pflügte in Großscheuern. Sein Vater baute einen Stammbaum. Er baute ein Leben in den USA.
Die Forschung ist nicht vorbei — sie hat gerade erst begonnen. Diese Quellen helfen weiter:
HOG Großscheuern Ingolstadt — siebenbuerger.de/ortschaften/grossscheuern — der Heimatverein hat ein vollständiges Familienbuch von Großscheuern. Kontaktperson für Genealogie: Hans-Martin Gräf. Im Vorstand sitzen mehrere Guist-Familienmitglieder — eure direkten Cousins.
Brigitte Drodtloff — Filmregisseurin, München und Hermannstadt, mit Wurzeln in der Hermannstädter Drodtloff-Linie. Wahrscheinlich eine entfernte Cousine. Zugänglich über ihre Filmfirma in Hermannstadt (gegründet 2021).
Kirchenburgen-Stiftung — kirchenburgen.org/en/location/grossscheuern-sura-mare — historische Fotos und Dokumente zur Großscheuerner Kirche.
Sibiu County Archive — für Viktor Drodtloffs Werkstatt in der Bachgasse 11, Daniel Drodtloffs Seminar-Verwaltung an der Schewisgasse 32, und alle Tauf-, Heirats- und Sterbebücher von Großscheuern.
HOG Hetzeldorf — hetzeldorf.org — für die Welther-Linie. Hans-Egon Welther ist stellvertretender Vorsitzender.
HOG Großscheuern Ingolstadt — siebenbuerger.de — vollständiges Familienbuch von Großscheuern, geführt von Hans-Martin Gräf. Im Vorstand sitzen Guist-Familienmitglieder: direkte Cousins.
Brigitte Drodtloff — Filmregisseurin, München und Hermannstadt, mit Wurzeln in der Hermannstädter Drodtloff-Linie. Wahrscheinlich eine entfernte Cousine. Gründete 2021 eine Filmfirma in Hermannstadt.
Kirchenburgen-Stiftung — kirchenburgen.org — historische Fotos und Dokumente zur Großscheuerner Kirche. Gratis zugänglich.
Sibiu Kreisarchiv — für Viktor Drodtloffs Werkstatt (Bachgasse 11), Daniel Drodtloffs Seminar-Verwaltung (Schewisgasse 32) und alle Kirchenbücher von Großscheuern bis ins 17. Jahrhundert.
Pfarrarchiv Endlhausen / Staatsarchiv München — für die Bestätigung von Melchior Pöckhl (1649) und den Hofnamen „Melcherbauer" an Geilertshausen 1.
HOG Hetzeldorf — hetzeldorf.org — für die Welther-Linie im Stammbaum.